Volksbank überzeugt durch gutes Jahresergebnis

-Entspannte Generalversammlung in Bad Laer - sechs Prozent Dividende - Elisabeth Paul neu im Aufsichtsrat -
Elisabeth Paul heißt die erste Frau im Aufsichtsrat, 320 Mitglieder wählten die Bad Laererin als Nachfolgerin von Wolfgang Strautmann einstimmig.

2013 ist für uns gut gelaufen, alle geplanten Volumens- und Erfolgszahlen wurden übertroffen, so Vorstand Thomas Ruff bei der Vorstellung des Jahresabschlusses 2013.
Über 12.000 Mitglieder hat die Volksbank inzwischen, ein Anstieg um 30 % in den letzten drei Jahren.
Der ausgewiesene Jahresüberschuss stieg um rd. 10 % auf 731.000 Euro. Die Mitglieder profitieren mit einer stolzen Dividende von 6 %, wie in den Vorjahren, vom guten Ergebnis.
Die Eigenmittel wurden wiederum gut dotiert. Die Bank erfüllt bereits heute die ab 2019 gültige letzte Stufe der neuen Eigenmittelanforderungen nach Basel III. Während sich andere Banken um Kapitalerhöhungen und Stresstests kümmern müssen, ist die Eigenkapitalausstattung gut und ausreichend. Die Bank kann damit aus eigener Kraft wachsen und die Wirtschaft auch weiterhin mit Krediten ausreichend versorgen.
Ein überdurchschnittliches Plus gab es auch bei den Kundeneinlagen mit 5 % auf 271 Mio. Euro, die Kundenkredite legten sogar um 6,2 % zu.
Auch in dem für Banken schwierigen Niedrigzinsumfeld ist es der Bank in 2013 gelungen, den Zinsüberschuss mit 9,5 Mio. Euro stabil zu halten.
Im Bewertungsergebnis nach Bewertung liegt die Bank sogar über den Spitzenwerten des Verbandes Weser-Ems. Dies zeigt, so Thomas Ruff, dass wir auch die Kreditrisiken im Griff haben.
Den Herausforderungen durch Bankenregulierung und Niedrigzinsphase will die Volksbank eG mit einer klaren Mitgliederstrategie und einem attraktiven Mitglieder-Mehrwert-Programm begegnen, das von Anja Basso, Marktgebietsleiterin in Hilter- Bad Laer, vorgestellt wurde.
Die Bankenregulierung, die kleinere Banken und Sparkassen besonders belastet, führt bei der Volksbank zu einem jährlichen Aufwand von ca. 200.000 Euro.
An die anwesenden Bundestagsmitglieder, Andre Berghegger (CDU) und Rainer Spiering (SPD), appellierte Ruff, sich für maßvolle Regelungen einzusetzen. Wir sind eine mittelständische Bank, arbeiten für die Realwirtschaft und fördern den heimischen Mittelstand und sind keine global agierende Bank, die mit Investmentbanking das große Geld verdient, so Thomas Ruff.
Die Genossenschaftsbanken sind als einzige Bankengruppe ohne staatliche Hilfe ausgekommen, deshalb sind, abhängig vom Risikoprofil auch risikoorientierte Regulierungen notwendig. Eine Flatrate, wie sie EU-Kommissar Barnier, jüngst für die Zahlungen in den Bankenunions-Rettungsfonds vorgeschlagen hat, wird von der Bank für den völlig falschen Weg gehalten.
Aufsichtsrat und Vorstand wurde jeweils einstimmig Entlastung erteilt. Wolfgang Strautmann, der 16 Jahre dem Aufsichtsgremium angehörte, wurde vom Aufsichtsratsvorsitzenden Gerd Meyer zu Tittingdorf mit anerkennenden Worten und einem Weingeschenk für seine wertvolle Arbeit gedankt.
Verbandsdirektor Georg Litmathe berichtet über die reibungslose und beanstandsfreie Prüfung des Jahresabschlusses nach dem Motto: "Lange Prüfung, kurzer Bericht". In seinem Vortrag "Erfolg und Zukunft der Genossenschaftsbanken" zeigte Litmathe eindrucksvoll auf, wie erfolgreich und nachhaltig die Genossenschaftsbanken als Selbsthilfemodell arbeiten. Mit den vielen neu gegründeten Energiegenossenschaften, gerade in der Region Weser-Ems, erfährt die Genossenschaftsidee als moderne Bürgerbeteiligung seit Jahren einen großen Zuspruch. Die Volksbanken Raiffeisenbanken sind mit über 17,7 Mio. Mitgliedern eine der größten Personenvereinigungen im Land.
Mit Blick auf die Erfolge in der Zeit nach der Finanz- und Wirtschaftskrise hätten die Genossenschaftsbanken" jedes Recht, selbstbewusst" aufzutreten, so Georg Litmathe.

v.l.: T.Ruff, K.Middendorf, D.Wiesmeier, B.Schwienheer, E.Paul, G.Meyer zu Tittingdorf, L.Schimmöller, K.Windoffer, J.Pelke